Bezugssauerstoffgehalt

Der Bezugssauerstoffgehalt ist der Sauerstoffanteil im Abgas, auf den gemessene Emissionskonzentrationen umgerechnet werden. Hintergrund ist, dass sich Konzentrationen durch Zumischen von Luft scheinbar senken lassen, ohne dass sich die tatsächlich emittierte Schadstoffmenge ändert. Durch den einheitlichen Bezug werden Messwerte vergleichbar. Die Umrechnung erfolgt nach der Beziehung: Emission bezogen gleich Emission gemessen mal (21 minus Bezugs-O2) geteilt durch (21 minus gemessener O2), jeweils in Volumenprozent. Liegt der gemessene Sauerstoffgehalt über dem Bezugswert, steigt der umgerechnete Wert also an. Welcher Bezugssauerstoffgehalt anzuwenden ist, legt die jeweils maßgebliche Vorschrift fest, er unterscheidet sich zum Beispiel zwischen Verbrennungsmotoren, Feuerungen mit festen Brennstoffen und Gasfeuerungen. Für Prozessabluft ohne Verbrennung, etwa aus Lackierereien, wird in der Regel nicht auf einen Sauerstoffgehalt umgerechnet. Beim Vergleich von Messberichten, Herstellerangaben und Auslegungswerten sollte deshalb immer geprüft werden, auf welchen Sauerstoffgehalt sich die Zahlen beziehen.