Industrielle Holzfeuerungsanlagen und Biomasse2026-06-18T09:45:57+02:00

Industrielle Holzfeuerung – Nachhaltige Wärme, saubere Luft

Holzpellets und Holzstämme als Brennstoff für Biomassefeuerungen

Was zeichnet eine moderne Holzfeuerungsanlage aus?

Industrielle Holzfeuerungsanlagen und Biomassekraftwerke wandeln nachwachsende Rohstoffe in CO₂-neutrale Energie um. Bei der Verbrennung von festen Biomassen entstehen jedoch unvermeidbare Abgase.

Um Umwelt und Gesundheit zu schützen, ist eine hocheffiziente Abgasreinigung erforderlich, die weit über herkömmliche Staubfilter hinausgeht. Unsere Katalysatoren setzen dort an, wo Filter aufhören.

Herausforderung: Emissionen der Biomasseverbrennung

Bei der Verbrennung von Holz und Biomasse entstehen neben Feinstaub auch gefährliche gasförmige Schadstoffe. Dazu gehören unter anderem:

  • Kohlenmonoxid (CO)
  • Stickoxide (NOₓ)
  • Flüchtige organische Verbindungen (VOCs)
  • Unverbrannte Kohlenwasserstoffe

Vor allem unvollständige Verbrennungsprozesse oder schwankende Brennstoffqualitäten führen zu Emissionsspitzen. Diese unterliegen strengen gesetzlichen Regelungen (wie der 1. und 44. BImSchV).

Holzhackschnitzel vor einem Biomasse-Kraftwerk

Die Rolle von Katalysatoren bei Festbrennstoffen

Spezielle Oxidations- und SCR-Katalysatoren im Abgasstrom sorgen für die chemische Reduktion gefährlicher Schadstoffe:

VOCs → CO₂ + H₂O
CO → CO₂
NOₓ → N₂ + H₂O

Ihre Vorteile

Einhaltung der BImSchV

Moderne Abgasvorschriften erfordern zuverlässige Emissionsminderung für den Dauerbetrieb.

Verbesserte Umweltbilanz

Die signifikante Reduktion von Schadstoffen schützt das lokale Mikroklima.

Hohe Anlagenverfügbarkeit

Robuste Katalysatoren widerstehen typischen Störstoffen aus der Holzverbrennung.

Fördermittel & Akzeptanz

Sichert den Betriebsstätten-Erhalt und qualifiziert oft für staatliche Förderungen.

Wissenswertes

Häufig gestellte Fragen

Antworten zu Technik, Gesetzen und Prozessen.

Welche Schadstoffe aus Holz- und Biomassefeuerungen lassen sich katalytisch mindern?2026-10-15T13:08:53+02:00

Bei der Verbrennung von Holz, Hackschnitzeln, Pellets oder Reststoffen entstehen neben Staub vor allem Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO) und unverbrannte organische Verbindungen. Stickoxide lassen sich mit einem SCR-Katalysator unter Zugabe eines Reduktionsmittels mindern, CO und organische Bestandteile mit einem Oxidationskatalysator. Staub selbst wird nicht katalytisch beseitigt, sondern über Zyklone, Gewebefilter oder Elektrofilter abgeschieden. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Brennstoff, von der Feuerungstechnik, vom Lastverhalten und von den Anforderungen in Ihrem Genehmigungsbescheid ab. Häufig sind Temperaturfenster und Staubabscheidung die Punkte, an denen sich die Auslegung entscheidet, denn der Katalysator muss an einer Stelle im Abgasweg sitzen, an der die Temperatur passt und die Staubbelastung beherrschbar ist. Wenn Sie uns Brennstoffart, Feuerungsleistung und einen aktuellen Messbericht senden, schätzen wir ein, welche Katalysatortechnik für Ihre Anlage in Frage kommt.

Wie wird ein Katalysator bei staubhaltigem Abgas aus der Holzfeuerung geschützt?2026-10-15T13:08:53+02:00

Abgas aus Holz- und Biomassefeuerungen enthält Flugasche, die Kanäle verstopfen und aktive Oberflächen belegen kann. Zusätzlich enthält Holzasche Alkalien wie Kalium, die SCR-Katalysatoren mit der Zeit deaktivieren. Der wichtigste Schutz ist eine wirksame Entstaubung vor dem Katalysator. Ergänzend wählt man Katalysatoren mit größerer Zellweite oder Plattenform, die weniger zum Zusetzen neigen, und sieht Abreinigungseinrichtungen wie Rußbläser oder Druckluftimpulse vor. Auch die Anordnung im Abgasweg spielt eine Rolle: Eine Platzierung nach dem Staubfilter entlastet den Katalysator, erfordert aber unter Umständen eine Wiederaufheizung des Abgases. Im laufenden Betrieb zeigt ein steigender Differenzdruck früh, dass sich Ablagerungen bilden. Belegte Elemente lassen sich in vielen Fällen reinigen oder regenerieren, bevor ein Austausch nötig wird. Senden Sie uns Angaben zu Brennstoff, Filtertechnik und Abgastemperaturen, dann bewerten wir, welche Schutzmaßnahmen für Ihre Anlage sinnvoll sind.

Lässt sich ein bestehendes Biomasse-Heizwerk mit SCR-Technik nachrüsten?2026-10-15T13:08:53+02:00

In vielen Fällen ja. Ob und wie eine Nachrüstung möglich ist, hängt vor allem von drei Punkten ab: dem verfügbaren Platz im Abgasweg, dem Temperaturniveau an der vorgesehenen Einbaustelle und der Staubbelastung. Liegt die Temperatur nach der Entstaubung zu niedrig, kann ein Wärmetauscher oder eine Zusatzheizung nötig werden. Außerdem braucht es eine Lagerung und Dosierung für das Reduktionsmittel, meist Harnstofflösung, sowie eine Regelung, die die Dosiermenge an die Last anpasst. Bei Heizwerken mit stark schwankendem Wärmebedarf ist dieses Lastverhalten ein zentraler Punkt der Auslegung. Vorhandene Komponenten wie Filter, Saugzug und Kamin werden in die Planung einbezogen und möglichst weitergenutzt. Als Grundlage für eine erste Einschätzung helfen uns ein Aufstellungsplan oder Fotos der Abgasstrecke, Angaben zur Feuerungsleistung und zum Brennstoff sowie der letzte Messbericht. Mit diesen Unterlagen können wir prüfen, welche Nachrüstvariante für Ihr Heizwerk technisch sinnvoll ist.

Über Pure Air GmbH

Erfahrung in der Abgasreinigung

Hinter der Pure Air GmbH steht jahrelange Erfahrung in der katalytischen Abgasreinigung. Dieses Wissen bündeln wir seit 2025 in Bamberg: Wir legen Katalysatoren für Ihre Anlage aus, liefern sie und betreuen sie im Betrieb, vom BHKW bis zur Industrieanlage.

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