FAQ
Ja. Verschmutzte Katalysatoren (z.B. durch Asche oder Öl) können oft durch unsere speziellen Waschverfahren regeneriert werden, was die Lebensdauer deutlich verlängert.
Ja. Unsere SCR-Systeme und Oxidationskatalysatoren sind speziell darauf ausgelegt, die strengen Grenzwerte der 44. BImSchV für Stickoxide (NOx), Formaldehyd und Kohlenmonoxid sicher und dauerhaft einzuhalten.
Wir skalieren flexibel. Vom kompakten BHKW (ab ca. 100 kW) bis hin zu industriellen Großanlagen oder Müllverbrennung im Megawatt-Bereich entwickeln wir passende Konzepte.
Die höchsten VOC-Emissionen entstehen typischerweise beim Lackauftrag, Ablüften (Flash-Off) und während der thermischen Härtung. Besonders kritisch sind kontinuierliche Abluftströme aus Trocknungsöfen.
Ja, in vielen Fällen ist eine professionelle Reinigung und Regenerierung möglich und wirtschaftlich hochgradig sinnvoll. Verschmutzungen durch Asche, Staub oder leichte Ölablagerungen blockieren die aktiven Zentren des Katalysators. Durch spezielle chemische Waschverfahren können diese Beläge entfernt und die ursprüngliche katalytische Aktivität nahezu vollständig wiederhergestellt werden. Das verlängert die Lebensdauer des Katalysators erheblich und spart bis zu 70 Prozent der Kosten im Vergleich zu einem Neukauf.
Ja, viele Anlagen lassen sich mit katalytischen Systemen nachrüsten oder optimieren. Dabei ist eine genaue Analyse der Abluftströme entscheidend, um die passende Lösung zu integrieren.
Ja, das ist eine Kernkompetenz. Wir analysieren Ihre Bestandsanlage und integrieren modernste Katalysatortechnik in bestehende Gehäuse, um Investitionskosten zu senken.
Absolut. Wir fertigen oder beschaffen Hochleistungselemente, die passgenau in Gehäuse anderer Hersteller integriert werden können, oft mit besserer Leistung als das Original.
Ja, die Leistung eines Katalysators kann durch Alterung oder Verunreinigungen (z. B. Schwefel, Siloxane) beeinträchtigt werden. Daher sind regelmäßige Überwachung und Wartung entscheidend für eine dauerhaft hohe Abscheideleistung.
Katalysatoren sind besonders effizient bei mittleren VOC-Konzentrationen und konstanten Abluftströmen. Sie bieten Vorteile, wenn Energieeffizienz und Betriebskosten im Fokus stehen.
Biogas ist kein konstant zusammengesetzter Brennstoff. Schwankungen im Methangehalt oder Verunreinigungen können zu unvollständiger Verbrennung führen – und damit zu erhöhten VOC-Emissionen. Diese müssen gezielt behandelt werden, um Grenzwerte einzuhalten.
Lacke enthalten häufig Lösungsmittel, die beim Verdampfen als VOCs freigesetzt werden. Diese sind umwelt- und gesundheitsschädlich und unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben, was eine effektive Abluftreinigung zwingend erforderlich macht.
Die Regenerierung von SCR-Katalysatoren stellt die volle Entstickungsleistung (NOx-Minderung) wieder her, wenn der Katalysator durch Ablagerungen (wie Ammoniumsulfat oder Stäube) blockiert ist. Durch thermische oder chemische Spezialverfahren werden diese Blockaden gelöst. Die Regenerierung schont Ressourcen, vermeidet den Neukauf teurer Module und sorgt dafür, dass die Anlage wieder mit minimalem Ammoniak- bzw. AdBlue-Verbrauch und optimalem Wirkungsgrad arbeitet.
Die 44. BImSchV legt strengere Emissionsgrenzwerte für bestehende und neue mittelgroße Feuerungsanlagen, Gasturbinen und Verbrennungsmotoren (BHKW) fest. Für bestehende Anlagen gelten je nach Leistung und Kraftstoffart gestaffelte Übergangsfristen zur Einhaltung der neuen Grenzwerte für Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO) und Formaldehyd. Betreiber müssen ihre Anlagen oft mit modernen SCR-Systemen oder Oxidationskatalysatoren nachrüsten, um die geforderten Werte sicher einzuhalten und ein Erlöschen der Betriebserlaubnis zu verhindern.
Klassische Oxidationskatalysatoren nutzen teure Edelmetalle wie Platin oder Palladium als aktive Schicht. Perowskit-Katalysatoren basieren hingegen auf einer speziellen kristallinen Struktur aus metallischen Mischoxiden. Sie bieten eine hervorragende thermische Stabilität und hohe Effizienz bei der Oxidation von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffen, sind oft unempfindlicher gegenüber bestimmten Verunreinigungen und stellen insbesondere bei steigenden Edelmetallpreisen eine wirtschaftlich hochattraktive und zukunftssichere Alternative dar.
Ein Oxidationskatalysator reduziert Kohlenmonoxid (CO) und Formaldehyd durch Oxidation. Ein SCR-Katalysator (Selective Catalytic Reduction) minimiert Stickoxide (NOx) unter Zugabe eines Reduktionsmittels (Harnstoff/AdBlue). Oft kombinieren wir beide Technologien.
Die Kosten für ein Retrofit hängen stark von der Anlagengröße, dem Abgasvolumenstrom und den einzuhaltenden Grenzwerten ab. Grundsätzlich ist die Modernisierung einer bestehenden Anlage (Retrofit) jedoch deutlich kosteneffizienter als eine komplette Neuanschaffung. Da vorhandene Gehäuse, Rohrleitungen und die Infrastruktur weiternutzt werden, reduzieren sich nicht nur die reinen Investitionskosten für die Hardware, sondern auch die Stillstandszeiten der Produktion während des Umbaus.
Von einer Katalysatorvergiftung spricht man, wenn bestimmte chemische Elemente irreversibel an die aktive Oberfläche des Katalysators binden und dessen Funktion dauerhaft zerstören. Typische Katalysatorgifte in der Industrie und in Biogasanlagen sind Schwefel, Silizium (Siloxane), Phosphor, Blei und andere Schwermetalle. Während sich normale Verschmutzungen abwaschen lassen, erfordert eine echte Katalysatorvergiftung meist den Austausch der betroffenen Katalysatorelemente.
Neben katalytischen Systemen werden auch thermische Nachverbrennung (RTO), Adsorption (z. B. Aktivkohle) oder Kombinationen dieser Verfahren eingesetzt. Die Wahl hängt von Volumenstrom, VOC-Konzentration und Prozessbedingungen ab.
Eine katalytische Abluftreinigung ist in allen Branchen vorgeschrieben oder wirtschaftlich sinnvoll, in denen flüchtige organische Verbindungen (VOC) freigesetzt werden. Dazu gehören insbesondere industrielle Lackier- und Beschichtungsanlagen, die chemische Industrie, Druckereien und Verpackungshersteller (Flexodruck, Tiefdruck), die Holzverarbeitung (Verleimung und Trocknung) sowie die kunststoffverarbeitende Industrie. Die Reinigung schützt die Umwelt und verhindert Geruchsbelästigungen in der Nachbarschaft.
Neben CO₂ und Wasserdampf entstehen im Betrieb auch Stickoxide (NOₓ), Kohlenmonoxid (CO) sowie unverbrannte Kohlenwasserstoffe – insbesondere VOCs und Formaldehyd. Die Höhe der Emissionen hängt stark von der Gasqualität und der Verbrennungseffizienz ab.
Die Grenzwerte für Kohlenmonoxid (CO) variieren je nach Anlagentyp, verwendete Brennstoffe und der jeweiligen gesetzlichen Grundlage (z.B. TA Luft oder 44. BImSchV). Für viele industrielle Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen wurden die CO-Grenzwerte im Zuge neuerer Verordnungen signifikant verschärft und liegen oft im Bereich von 50 bis 100 mg/m³. Oxidationskatalysatoren sind das effektivste Mittel, um diese CO-Werte sicher und dauerhaft zu unterschreiten.
Für Biogas-BHKWs werden primär zwei Katalysatortypen eingesetzt: Oxidationskatalysatoren zur Reduzierung von Formaldehyd und Kohlenmonoxid (CO) sowie SCR-Katalysatoren, falls eine drastische Absenkung der Stickoxide (NOx) gefordert ist. Da Biogas häufig Spuren von Schwefelwasserstoff und Siloxanen enthält, müssen die eingesetzten Katalysatoren besonders robust ausgelegt oder durch entsprechende Gasreinigungssysteme (Aktivkohlefilter) im Vorfeld geschützt werden.
Katalytische Systeme ermöglichen die Oxidation von Schadstoffen bei deutlich niedrigeren Temperaturen. Das reduziert den Energieverbrauch, senkt Betriebskosten und erlaubt eine kompaktere Anlagenbauweise.
Bei der katalytischen Oxidation (Katox) werden flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und Lösemitteldämpfe bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen (meist zwischen 250 und 400 Grad Celsius) in harmlose Stoffe wie Kohlendioxid und Wasserdampf umgewandelt. Im Gegensatz zur thermischen Nachverbrennung, die weit über 700 Grad Celsius benötigt, spart das katalytische Verfahren massiv Energie und Betriebskosten, da oft keine oder nur minimale Mengen an fossilen Zusatzbrennstoffen benötigt werden.
Katalysatoren reduzieren gezielt kritische Schadstoffe wie VOCs, CO und Formaldehyd. Dadurch wird sichergestellt, dass Emissionsgrenzwerte zuverlässig eingehalten werden – auch bei variierenden Betriebsbedingungen.
Nach den aktuellen Vorgaben der TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) ist der Grenzwert für Formaldehyd-Emissionen drastisch gesenkt worden. Für viele industrielle Anlagen und Biogas-BHKWs liegt der verschärfte Zielwert bei 20 mg/m³, in einigen Genehmigungsverfahren sogar noch darunter (z.B. 5 mg/m³ im Rahmen der Minimierungsgebote). Zur sicheren Einhaltung dieser Werte werden hocheffiziente Oxidationskatalysatoren eingesetzt, die Formaldehyd im Abgas um bis zu 95 Prozent reduzieren.
Moderne SCR-Katalysatoren (Selective Catalytic Reduction) erreichen bei der Minderung von Stickoxiden (NOx) im industriellen Dauerbetrieb einen Wirkungsgrad von über 90 bis 98 Prozent. Durch die gezielte Eindüsung eines Reduktionsmittels (wie Harnstofflösung oder AdBlue) in den Abgasstrom werden die umweltschädlichen Stickoxide am Katalysator selektiv zu elementarem Stickstoff und Wasserdampf umgewandelt. Dies ermöglicht die Einhaltung selbst strengster gesetzlicher Vorgaben.
Für den Austausch von Katalysatorelementen muss nicht das gesamte Gehäuse gewechselt werden. Nach einer genauen Vermessung und Analyse der bestehenden Anlage werden passgenaue Ersatzkatalysatoren (z.B. in Waben- oder Plattenform) angefertigt. Diese Hochleistungselemente werden exakt auf die vorhandenen Aufnahmerahmen des Fremdgehäuses abgestimmt und vor Ort ausgetauscht. Häufig lässt sich dadurch die Reinigungsleistung bei identischem Platzbedarf sogar noch steigern.
Das Wartungsintervall hängt stark von der Betriebsweise und der Abgaszusammensetzung ab. Bei sauberen Abgasen (z.B. Erdgas-BHKW) reicht oft eine jährliche Inspektion. Bei anspruchsvollen Prozessen mit Staubentwicklung oder potenziellen Katalysatorgiften (z.B. Biogas oder industrielle Prozessabluft) empfiehlt sich eine halbjährliche Überprüfung. Regelmäßige Messungen des Differenzdrucks und der Konvertierungsrate helfen dabei, Verschmutzungen frühzeitig zu erkennen, bevor es zu Grenzwertüberschreitungen kommt.
Als agiles Unternehmen erhalten Sie in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine erste Rückmeldung und zeitnah ein technisches Konzept.
In der Lebensmittelindustrie entstehen bei Röst-, Back-, Frittier- und Räucherprozessen stark riechende organische Verbindungen und Fettaerosole. Mithilfe der katalytischen Abluftreinigung werden diese geruchsintensiven Kohlenwasserstoffe bei niedrigen Temperaturen vollständig aufgespalten und oxidiert. Das Ergebnis ist eine absolut geruchsneutrale und abluftkonforme Prozessluft, was Konflikte mit Anwohnern und Behörden effektiv vermeidet.
Da katalytische Oxidation bei niedrigeren Temperaturen abläuft, wird weniger Energie für die Abluftreinigung benötigt. Das kann die Betriebskosten deutlich senken und die Gesamtenergieeffizienz der Anlage verbessern.
Katalysatoren werden in der Regel im Abgasstrang nach dem Motor installiert. Je nach System kommen Oxidationskatalysatoren oder kombinierte Lösungen zum Einsatz, die speziell auf die Zusammensetzung von Biogas abgestimmt sind.

