Ammoniumsulfat-Ablagerungen
Ammoniumsulfat-Ablagerungen entstehen, wenn im Abgas gleichzeitig Ammoniak und Schwefeltrioxid vorhanden sind und die Temperatur unter einen bestimmten Wert fällt. Der Schwefel stammt meist aus dem Brennstoff, bei Biogas vor allem aus Schwefelwasserstoff, der bei der Verbrennung zu Schwefeldioxid wird. Ein Teil davon wird am Oxidations- oder SCR-Katalysator zu Schwefeltrioxid weiteroxidiert. Trifft es auf nicht umgesetztes Ammoniak aus der Harnstoffdosierung, bilden sich Ammoniumhydrogensulfat und Ammoniumsulfat. Ammoniumhydrogensulfat ist besonders problematisch, weil es klebrig ist, Staub bindet und Katalysatorporen, Wärmetauscher sowie Abgaskanäle zusetzt. Die Folgen sind steigender Druckverlust, sinkende Aktivität und Korrosion. Die Bildungstemperatur hängt von den Konzentrationen beider Stoffe ab. Vorbeugend wirken eine gute Gasentschwefelung, die Vermeidung von Ammoniakschlupf und eine Mindesttemperatur für die Harnstofffreigabe. Leichte Beläge lassen sich häufig durch Aufheizen oder eine fachgerechte Reinigung entfernen.

