Washcoat
Als Washcoat wird die poröse Zwischenschicht bezeichnet, die auf den Grundkörper eines Katalysators, etwa einen keramischen oder metallischen Wabenkörper, aufgebracht wird. Sie besteht meist aus Metalloxiden wie Aluminiumoxid, Titandioxid, Siliziumdioxid oder Cer-Zirkon-Mischoxiden. Der glatte Träger selbst bietet nur wenig Oberfläche. Erst der Washcoat vergrößert durch sein feines Porensystem die innere Oberfläche um ein Vielfaches und schafft damit Platz für die fein verteilten Edelmetallpartikel oder andere Aktivkomponenten. Zusammensetzung und Schichtdicke beeinflussen Aktivität, Anspringverhalten, Temperaturbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Katalysatorgiften. Eine gute Haftung auf dem Träger ist wichtig, da Temperaturwechsel, Vibrationen und Strömungskräfte die Schicht mechanisch beanspruchen. Abplatzungen oder ein Verlust an Porenoberfläche durch Überhitzung mindern die Leistung dauerhaft. Bei der Reinigung von Katalysatoren müssen Verfahren und Reinigungsmittel deshalb so gewählt werden, dass Ablagerungen entfernt werden, ohne den Washcoat anzugreifen.

