Formaldehyd (CH2​O)

Formaldehyd ist ein stechend riechendes, farbloses Gas, das in zahlreichen industriellen Prozessen wie der Lackierung, Holzverarbeitung oder in Biogasmotoren als Schadstoff emittiert wird. Aufgrund seiner Einstufung als krebserzeugend unterliegt Formaldehyd extrem strengen Grenzwerten, die beispielsweise in der 44. BImSchV oder durch MAK-Werte (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) definiert sind. In Lackierbetrieben entsteht Formaldehyd häufig bei Trocknungsprozessen, was oft eine starke Verdünnung der Abluft mit Frischluft erfordert, um die Sicherheitsvorgaben am Arbeitsplatz einzuhalten. Katalytisch lässt sich Formaldehyd bereits bei moderaten Temperaturen hocheffizient zu Kohlendioxid und Wasser oxidieren. Die Herausforderung besteht oft in der Bewältigung großer Luftvolumina bei gleichzeitig sehr geringen zulässigen Restkonzentrationen. Im Bereich von Biogas-Blockheizkraftwerken (BHKW) wird die Formaldehydreinigung oft als kombinierte Lösung zur gleichzeitigen Minderung von Kohlenmonoxid-Emissionen implementiert. Die präzise Einhaltung der gesetzlichen Emissionsvorgaben für Formaldehyd ist ein wesentlicher Treiber für die Modernisierung bestehender Abgassysteme.