Lösemittelbilanz
Die Lösemittelbilanz ist eine Mengenaufstellung, mit der Betreiber von Anlagen im Geltungsbereich der 31. BImSchV nachweisen, wie viel organisches Lösemittel eingesetzt wird und auf welchen Wegen es die Anlage wieder verlässt. Auf der Inputseite stehen die zugekauften und die im Betrieb zurückgewonnenen und wieder eingesetzten Lösemittel. Auf der Outputseite werden unter anderem die Emissionen in gefassten Abgasen, die diffusen Emissionen über Fenster, Tore und Hallenlüftung, die im Produkt verbleibenden Anteile, die Mengen im Abfall sowie die in einer Abgasreinigung zerstörten Lösemittel erfasst. Aus der Differenz ergeben sich die diffusen Emissionen, die sich messtechnisch oft nur schwer direkt bestimmen lassen. Die Bilanz dient außerdem als Grundlage für einen Reduzierungsplan. Für Lackier- und Druckbetriebe lohnt es sich, Einkaufsdaten, Abfallmengen und Messergebnisse der Abluftreinigung von Anfang an systematisch zu dokumentieren, weil die Bilanz sonst nur mit großem Aufwand nachträglich zu erstellen ist.

